Piercing – Geschichte

Piercing ist eine seit unzähligen Generationen praktizierte Form der Körpermodifikation.

In der westlichen Kultur war bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts beinahe ausschließlich der gestochene Ohrring bei Frauen als Form des Piercings akzeptiert. Ausnahmen, wie der Ohrring des Zimmermannes bestätigen die Regel.

Erst zu dieser Zeit begannen die auch ersten Männer, ausgehend von der Hippie Bewegung der 60er, sich die Ohren durchstechen zu lassen. Ob dabei der Ring im rechten Ohr des Mannes wirklich ein Erkennungszeichen für Homosexualität war ist umstritten.

Es dauerte eine ganze Weile, bis sich das Piercing in den 1990ern schließlich durchsetzte. Waren es zunächst Punks, die mit ihren auffälligen Piercings Furore machten, wurde Piercing in der Mitte des Jahrzehnts zu einer weiterverbreiteten Mode-Erscheinung unter Jugendlichen. Seit Beginn dieses Jahrhunderts hat sich das Piercing weitgehend in der Gesellschaft etabliert.